GESCHICHTE

Im Herzen der Weinberge von Jeruzalem verweben sich jahrhundertealte Weintradition, eine reiche Geschichte und Legenden. Von römischen Zeiten, Kreuzzügen und türkischen Einfällen bis hin zum Aufstieg der berühmten Winzerfamilie Fürst – dieser Ort schreibt seit Jahrhunderten eine einzigartige Geschichte, die heute in unserem Sibon Wine & Spa Resort weiterlebt.

Der Legende nach kamen im 18. Jahrhundert französische Soldaten in diese Gegend. Während ihres Marsches durch die Weinberge der Prlekija probierten sie den lokalen Wein der Sorte Furmint. Begeistert von seinem Geschmack sollen sie ausgerufen haben:

„C’est si bon!“ – was auf Französisch „Das ist so gut!“ bedeutet.

Die Einheimischen, die die französische Sprache nicht verstanden, hörten den Ausdruck als „Šipon“ – und so soll die Sorte ihren volkstümlichen Namen erhalten haben, der bis heute besteht. Unser Hotel, das Sibon Wine & Spa Resort, hat seinen Namen von der Sorte Šipon übernommen.

Jeruzalem gilt heute als einer der wichtigsten Weinbau- und Touristenorte im Osten Sloweniens, doch seine Wurzeln reichen tief in die Vergangenheit zurück. Schon die Römer brachten die Weinrebe hierher, und Kreuzritter sowie Pilger nannten den Ort Jeruzalem, weil er sie an das Gelobte Land erinnerte. Im 13. Jahrhundert verbreiteten hiesige Kreuzritter das Wissen über den Weinbau unter den Einheimischen, und die Geschichte des Ortes ist auch von Kämpfen gegen die Türken und dem Mut der einheimischen Bevölkerung geprägt.

Die Anfänge gehen auf das Jahr 1821 zurück, als Ernst Franz Xaver Fürst in Ptuj ein Unternehmen gründete, das sich im Laufe der Zeit zu einem der größten Weinunternehmen in Europa entwickelte – Conrad Fürst & Söhne. Ihre Produkte reisten per Eisenbahn in die europäischen Hauptstädte, und Wein aus der Prlekija wurde sogar am kaiserlichen Hof und in renommierten Restaurants der Wiener Elite ausgeschenkt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weitete der Enkel des Gründers, Conrad II. Fürst, die Tätigkeit auf die Jeruzalem-Hügel aus, wo er das außergewöhnliche Potenzial der dortigen Weinberge erkannte. Er kaufte etwa 15 Hektar des besten Weinbaulandes – darunter auch das Grundstück, auf dem heute das Sibon Wine & Spa Resort steht. Hier baute er den „Vinski hram“ (Weintempel), ein Weinhaus mit tiefen Kellern, in denen die Trauben unmittelbar nach der Lese gepresst und gelagert wurden. Die Logistik war präzise geplant: Der Most wurde mit Ochsengespannen bis Ivanjkovci transportiert und von dort aus mit dem Zug in den zentralen unterirdischen Komplex in Ptuj, heute bekannt als Weinkeller Ptuj (Ptujska klet / Pullus).

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Familie Slowenien verlassen, ihr Eigentum wurde verstaatlicht, und damit endete vorübergehend ein wichtiges Kapitel in der Geschichte des Weinbaus der Prlekija. Doch der Geist des Erbes der Familie Fürst verschwand nie ganz.

Mit der Unabhängigkeit Sloweniens und der Rückgabe des Eigentums erhielt die Familie nach mehr als 60 Jahren (im Jahr 2006) wieder ihre ehemaligen Weinberge sowie das Anwesen in Ptuj (im Jahr 2009) zurück. Dies war nicht nur eine formale Rückgabe des Bodens – es war eine Gelegenheit für einen Neuanfang.

An den sonnigen Hängen der Jeruzalem-Hügel, wo Reben seit Jahrhunderten Teil des Alltags sind, begann Ende des 19. Jahrhunderts ein neues Kapitel – die Geschichte der Familie Fürst, einer der einflussreichsten Winzerdynastien der ehemaligen Österreich-Ungarischen Monarchie. Ihr Name wurde zum Synonym für Qualitätswein, der weit über die Grenzen der Region hinaus geschätzt wurde.